PLING – Projektstart im Januar 2026

Am 1. Januar 2026 ist das Verbundforschungsprojekt PLING – Plattformbasierte Integration und Nutzung von Gewinnungsdaten offiziell gestartet. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des EGARoh-Programms geförderte Vorhaben hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Fördervolumen von rund 2,75 Millionen Euro.

Ein Verbund aus Industrie und Wissenschaft

Vier Verbundpartner bündeln ihre Kompetenzen: Die TU Bergakademie Freiberg als Koordinator bringt ihre Expertise in der Echtzeit-Lagerstättenmodellierung ein, die RWTH Aachen (Institute AMT und MRE) verantwortet die mobile Sensorplattform und das Umweltmonitoring. Von industrieller Seite steuert Knauf Gips KG operative Bergbauerfahrung bei, während Innomotics (ehemals Siemens Mining) die skalierbare Datenplattform entwickelt.

Als assoziierte Partner sind K+S und Zinnwald Lithium beteiligt, die zwei der drei industriellen Anwendungsfälle bereitstellen.

Neun Arbeitspakete bis 2028

Das Projekt gliedert sich in neun Arbeitspakete – von der Anforderungsanalyse (AP 1) über die Entwicklung der Sensorplattform (AP 2), die Datenintegration (AP 3) bis hin zur Demonstration des Gesamtsystems an drei realen Bergbaustandorten (AP 7). Im ersten Projektjahr liegt der Fokus auf der Anforderungsanalyse, dem Sensorkonzept und dem Aufbau der Datenplattform.

Die Ergebnisse sollen in internationale Standards (UNFC) einfließen, als Open-Access-Onlinekurs veröffentlicht und in MSc-Studiengänge integriert werden.

Warum PLING?

Konventionelle Exploration im Bergbau stützt sich überwiegend auf Bohrungen und statische Lagerstättenmodelle, deren räumliche Auflösung für operative Entscheidungen unter Tage oft nicht ausreicht. PLING transformiert Sensordaten, die direkt während der Gewinnung erfasst werden, in hochauflösende Informationen für die Lagerstättencharakterisierung und adaptive Prozesssteuerung – für eine effizientere, sicherere und nachhaltigere Rohstoffgewinnung.